Grundlagen

Leider ist der Großteil unseres gesamten Denkens und Handelns immer noch geprägt von dem mechanistischen Weltbild des 19. Jahrhunderts. Trotz Relativitäts- und Chaos-Theorie ist das wissenschaftlich praktische Alltagsdenken heute noch nicht viel weiter als der alte Newton noch „Steine vom Balkon fallen ließ“. Dies verdeutlicht nachfolgendes einfaches Beispiel.

Angenommen Sie kaufen sich ein Auto, Sie fahren los und kümmern sich recht wenig um Inspektion und Wartung. Dann ist jedem relativ klar, dass irgendwann der Motor kaputt ist. Das ist aber gar kein Problem, Sie bringen das Auto in die Werkstatt, die bauen einen Austauschmotor ein, es kostet eine Summe X und nach 3 Tagen können Sie gerade so weitermachen.

Jetzt nehmen wir ein Gewässer, wie z.B. unseren schönen alten „Vater Rhein“. Dort werden Fabriken und Städte gebaut und die Abwässer ungeklärt eingeleitet. Das geht so 70-100 Jahre und dann schwimmen die Fische tot mit dem Bauch nach oben. Das ist ja kein Problem denken wir, nehmen große Netze, fischen alle toten Fische raus und setzen neue ein. Und nun denken wir, das könnte wieder 70-100 Jahre so weitergehen. Das dies nicht so funktioniert, ist wohl einleuchtend. Das Problem sind nicht die Fische selbst, sondern das Ökosystem, in dem die Fische leben. Dies ist zu verändern und das geht eben nicht so einfach, denn meist muss an ganz anderer Stelle angesetzt werde als an dem Symptom selbst. So wurden für die Fische im Rhein Kläranlagen gebaut an ganz weit entfernter Stelle die oberflächlich betrachtet gar nicht mit dem eigentlichen Problem in Verbindung stehen. Auch waren die Probleme nicht in 3 Tagen „repariert“, sondern es dauerte Jahre und Jahrzehnte bis ein Ökosystem sich wieder erholt. Wenn dann ein paar regenarme trockene Tage im Sommer kommen oder bei BASF mal wieder ein Ventil leckt steigt die Toxin-Konzentration und wieder schwimmen tote Fische im Rhein. Dann hat auch niemand gesagt, das war alles umsonst die Kläranlagen taugen nichts – es braucht halt seine Zeit. Ebenso würde auch heute, wo das Wasser des Rheins wieder relativ sauber ist, keiner auf die Idee kommen die Kläranlagen wieder still zu legen, denn der Rhein ist ja „repariert“.

Das Beispiel mag sehr plakativ und polemisch wirken, aber es ist genau das, was schief läuft im Gesundheitssystem. Die Denkweise ist linear und monokausal. Es wird meist nur schnell repariert und nicht an den eigentlichen Ursachen und dem System gearbeitet. So wird auch selten an die Veränderung des Systems gedacht, sondern eher an genveränderte Fische die robuster mit den Umweltbelastungen umgehen.

Diese Denkweise funktioniert annähernd gut bei Unfällen und lebensbedrohlichen Situationen. Diese lassen sich mit wenigen, linearen, unvernetzten Maßnahmen ganz gut „reparieren“. Das große Problem unseres Gesundheitssystems sind aber die langfristigen chronischen Erkrankungen des menschlichen Ökosystems, und diese sind multikausal, selbstregulierend und chaotisch vernetzt. Werden hier oberflächliche Reparaturmaßnahmen eingesetzt verläuft das Ganze wie in folgendem Beispiel:

Angenommen in Ihrem Auto leuchtet die Ölkontrolllampe auf, worauf sie die Weiterfahrt eigentlich unterbrechen sollten. Sie rufen den Pannendienst oder fahren noch in eine nahe Werkstatt und erklären das Problem. Der Meister sagt:“ Kein Problem das haben wir sofort erledigt“. Verschwindet mit dem Auto und kommt nach zehn Minuten wieder, überreicht Ihnen das Auto mit folgenden Worten:“ Sehen sie, es ist alles erledigt, die Kontrolllampe ist aus“. Auf die Rückfrage was er denn gemacht hätte antwortet der Meister:“ Ich habe den Draht zur Lampe durchgezwickt“. Wenn sie dem Meister dann entgegnen vielleicht doch mal nach dem Ölstand zu schauen entgegnet er Ihnen dann: „Die Lampe ist doch im Innenraum und ganz weit weg von dem Öl im Motorraum was soll denn da für ein Zusammenhang bestehen“. Dann folgt noch der Hinweis auf seine Qualifikation und dass er das als Spezialist ja schon besser wissen müsse was da zu machen sei. Sie fahren also beruhigt weiter bis Ihnen dann nach einigen Kilometern der Motor durch Ölverlust gänzlich verreckt. Als sie mit dem Abschleppdienst die Werkstatt erreichen und dem Meister entgegnen, dass da ja doch wohl Öl gefehlt hat und mal nachgefüllt gehört bekommen sie dann zur Antwort: „Da muss jetzt ein Austauschmotor rein, was wollen sie denn jetzt noch mit Öl nachfüllen erreichen?“. Laut wissenschaftlich nicht bestätigten Quellen soll es sogar einen Metallstab in jedem Automotor geben, an dem sich weit vor der Warnlampe ein Ölverlust bemerkbar machen soll.

Würden sie diese Werkstatt noch einmal betreten? – sicher nicht; aber zu Ärzten die so mit Ihrer Gesundheit verfahren gehen die Menschen immer wieder hin. Blutdruck-, Cholesterinsenker, Säure-Blocker, Cortison, Immunsupression, Antibiotika, Schmerzmittel sind oft nichts anderes als Warnsignale abstellen und einige Zeit später kommt es zu wesentlich komplexeren Erkrankungen. Auch komplikationsreiche Kinderkrankheiten plump weg-zu-impfen ohne den Fehler im Immunsystem des Menschen zu sehen, aber stattdessen mit den Impfungen das Immunsystem noch mehr aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dies führt unweigerlich ein paar Jahre später vermehrt zu Allergien, Autoimmunreaktion, Leukämien und Tumoren. So besteht mindestens 80% der ärztlichen Tätigkeit darin wichtige Warnsignale oberflächlich aus-zu-knipsen um sich später aufzublasen wie toll sie „Austauschmotoren“ wechseln können. Selbst in der Naturheilkunde gibt es diese Handlungsweise, wenn z.B. Allergien mit Bioresonanz einfach nur weg-gelöscht werden ohne grundsätzlich das Immunsystem zu regenerieren kommt es zu komplexen Infekten und Krebserkrankungen oder durch Osteopathie und Akupunktur Schmerzen im Bewegungsapparat oberflächlich behandelt werden ohne das Bindegewebe nachhaltig zu stabilisieren zerstört es langfristig die Gelenke.

So kann kein Auto, wenn es im Motor an Öl mangelt, dies aus dem Überschuss der Radlager kompensieren. Ein Ökosystem macht dies andauernd und noch sehr vieles mehr. Allerdings kann unser Organismus diese Regulation nur eine gewisse Zeit erhalten. Bei fortschreitendem Alter kommen immer mehr Prozesse an ihre Grenzen, Nährstoffe fehlen und ausscheidungspflichtige Substanzen werden mangels Entgiftungsenzyme eingelagert. So gibt es eigentlich bei chronischen Erkrankungen nur zwei Hauptursachen – den Mangel und die Vergiftung.

Es ist schon sehr verwunderlich und naiv wie wir Menschen annehmen mit einem biologischen Organismus der 2 Millionen Jahre auf das Leben als Jäger und Sammler mit einer maximalen Lebenserwartung von 30-40 Jahren konzipiert ist, nun plötzlich in unserer schnelllebigen Zeit, vollgestopft mit gefährlicher Strahlung, Stress, Umweltgiften und Mikroplastik, 150 Jahre alt werden zu wollen. Das kommt im Auto-Beispiel einem VW-Tuareg gleich, der als Serienmodell in Wolfsburg vom Band rollt und wir mit diesem Serien-Fahrzeug die Wüstenrally bestreiten wollen. Tja da denken wir eben: “Lass uns doch einfach mal drauf-los-fahren und wenn eine Achse, Federung oder Motor verreckt können wir das ja unterwegs schon austauschen“. Würde so ein Rally-Fahrer auf Tour gehen? Nein, ein Rally-Fahrzeug hat mit dem Serienprodukt oft nur den gleichen Namen, das Fahrwerk und Federung werden verstärkt, der Motor getunt und ein Ölkühler aufs Dach gesetzt, im Innenraum mit Überrollbügel und Hosenträgergurte die Fahrersicherheit optimiert. Zudem erhält das Fahrzeug täglich, nach jeder Etappe, eine komplette Inspektion, die eine Hausfrau mit namensgleichem Fahrzeug, aber nur Fahrten in Kindergarten und Einkauf unternimmt, wohl nur alle 3 Jahre benötigt.

Auch die letzten 1000 Jahre gab es ca. 10% Menschen die gesund 80 Jahre geworden sind. Viel mehr Menschen sind es heute auch nicht, oder können wir wirklich parahumane Frankenstein-Monster mit diversen Prothesen und Krücken an Augen, in Gehör, Gelenken, Zähnen und Gefäßen, mit bis zu 10 hoch toxischen chemischen Medikamenten täglich, die kaum noch ein Stockwerk Treppe selbständig laufen können als wirklich gesund bezeichnen?

Die biologische Forschung ist inzwischen schon sehr weit fortgeschritten und wir können durchaus unseren menschlichen Organismus auf die täglichen Widrigkeiten der „Wüstenrally“ unseres Lebens vorbereiten mit seinen Schlaglöchern und Sanddünen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Umweltgifte, Mikroplastik, Strahlenbelastung, Krankheitserreger, Hektik, Stress und emotionale Belastungen.

Auf der körperlichen Ebene ist dies wohl einleuchtend, jedoch gibt es auch emotionales und geistiges verhungern und vergiften durch Lieblosigkeit, Hass, Neid oder pessimistische und engstirnige Gedanken.

Ein Fluss oder ein See hat diese Komplexität nur auf der biologischen und chemischen Ebene. Bei einem bewussten Lebewesen wie dem Menschen kommen zu der Komplexität des Ökosystems noch die weitaus schwerer zu durchschauenden psycho-somatischen Wechselwirkungen dazu. Dann wird alles so verrückt komplex, dass es mit rationalen Methoden nicht mehr ausreichend zu überschauen ist. Wegweiser sind hier die vielen ganzheitlichen Methoden der Psychotherapie, der Homöopathie, der anthroposophischen Therapie und der energetischen Medizin. Bei Kindern vor der Pubertät ist das oft die erste Wahl. Je älter ein Mensch wird und je mehr körperliche Blockaden und Gifte er eingesammelt hat verlieren diese Methoden zunehmend an Wirkung.

Es nützt den toten Fischen ja auch recht wenig, wenn wir den vergifteten Fluss mit Schildern zu sauberen Nebenarmen bestücken. Oder im Autobeispiel, ein verrostetes Schrottauto mit Ölverlust am Motor, abgefahrenen Reifen und ausgeschlagen Stoßdämpfern mit einem hochmodernen Kommunikations- und Navigationssystem zu bestücken.

Kochbücher sind eine fantastische Möglichkeit Informationen zuzuführen und den Horizont für die Ernährung zu erweitern. Wenn sie allerdings Hunger haben, werden Sie vom Lesen noch so genial ausgeklügelter Kochbücher nicht satt werden. Homöopathie und Energiemedizin nach dem 45. -55. Lebensjahr kommt mir oft vor wie containerweise Kochbücher in die Hungergebiete Afrikas zu verschicken.

Wir dürfen nie die vernetzte Komplexität des gesamten Systems vergessen.

Um das System gänzlich undurchschaubar zu machen kommt als dritte Ebene evtl. noch die oft als spirituelle oder „göttliche“ bezeichnete Ebene dazu. Es gibt urplötzliche Spontanheilungen der schlimmsten Erkrankungen mit kaum psychischer oder organischer Unterstützung. Andererseits gibt es bei manchen Menschen trotz bester therapeutischer Versorgung keine Besserung der Symptome. Ich denke dies soll uns immer bescheiden bleiben lassen um nicht überheblich zu werden und alles für machbar zu halten. So bleibt die Gesundung von Krankheit meist eine Lösung von 5 Unbekannten mit 3 Gleichungen – also nie wirklich vorhersehbar und berechenbar.

Diese Komplexität und Individualität der menschlichen Gesundheit degradiert die heilige Kuh der Medizin, die randomisierte, Placebo kontrollierte Doppelblindstudie zu einer einfachen Anwendungsbeobachtung. Jeder einzelne Mensch ist eben ein komplett individueller Prototyp und kein Serienprodukt wie ein Auto! Inzwischen gehört schon eine erhebliche, kindliche Naivität dazu, medizinischen Studien mehr Realitätsbezug zuzutrauen als dem Abgastest von Diesel-PkW.

Wie „wissenschaftliche“ medizinische Studien funktionieren zeigt folgendes Beispiel zu obiger Ölkontrolllampe. Machen wir doch eine wissenschaftliche Studie zum Symptom leuchtende Ölkontrolllampe, nehmen 100 PKW mit diesem Symptom und füllen genau 1l Öl nach. Das wird wohl ca. bei 40% zum Erfolg führen, denn bei 30% ist die Ölwanne defekt und das nachgefüllte Öl läuft gerade wieder heraus. Bei vielleicht 20% ist die Ölpumpe defekt und es hat auch keinen Einfluss und dann gibt es noch ca. 10% gänzliche andere Phänomene wie z.B. undichte Ventile. Nehmen wir aber eine Zange und zwicken den Draht zur Lampe durch, haben wir bei sämtlichen 100 Autos das Problem gelöst. Sollte dann evtl. nach kurzer Zeit der ganze Motor defekt sein ist das eine komplette „Neuerkrankung“ und muss gesondert betrachtet werden. Genau so funktionieren wissenschaftliche Studien, sie werden immer monokausal und linear sein und überwiegend dazu führen oberflächliche Symptome auszuknipsen und den Organismus immer weiter in schwere systemische Erkrankungen zu manövrieren. Wie Sie sehen sind medizinische Studien noch nicht einmal in der Lage die Funktion eines so primitiven technischen Gerätes wie einen Automotor annähernd sinnvoll zu beschreiben. Wie kann nur ein halbwegs intelligenter Mensch auf die wahnsinnige Idee kommen solche Instrumente zum Maßstab der Beschreibung so komplexer bio-psychologischer Systeme wie dem Menschen anzuwenden? Denn bei einem biologischen System können mehrere Faktoren gleichzeitig auftreten. Auf das Öl im Auto übertragen würde dies bedeuten, dass der Ölverlust zu 30% wegen undichter Ölwanne, zu 40 % aufgrund lecker Kolbenringe und zu 30% aufgrund defekter Ölpumpe gleichzeitig auftritt.  Wo fangen wir hier nur bloß an zu agieren.

„Gesundheit ist eben ein 1000 Teile Puzzle und kein Pauschalurlaub“

Die Medizin sollte den Menschen, statt durch Genschnipsel und Elektronennmikroskop öfter mal durchs Weitwinkel-Objektiv betrachten.

Um selbst im fortgeschrittenen Alter vital und gesund zu bleiben, braucht es eine Form der Intuition, die den greisenhaften asiatischen Kampfsportlern gleichkommt. Deren Kraft und Schnelligkeit zwar geringer ist als der Jüngeren, aber die aus der Intuition heraus jede Bewegung des Gegners schon im Voraus wissen und wesentlich früher mit der Reaktion beginnen.

Von den Massai gibt es da einen Spruch dazu:

“Du musst erst alt werden, um schnell laufen zu können!“.

Die Massai sind Ausdauerläufer und dazu sind nicht nur pure Körperkräfte, sondern um ein vieles mehr mentale Kraft, Haushalten und gezielter Einsatz der Kräfte wichtig.

Oder von den Friesen ist der Spruch:

“Old worn is Gottes Gunst, jung blieven dat is Lebenskunst!“

Diese Kunst ist für jeden Menschen mit etwas Mühe erlernbar.

Die Wissenschaft publiziert immer wieder Erkenntnisse, nach denen der Mensch 150 Lebensjahre und mehr erreichen könnte. Ich sehe das als narzisstisch-egomanischen Wahn eine kleine Minderheit mit erheblichem Aufwand und Verbrauch ökologischer Ressourcen bis 150 am Leben zu erhalten, wenn noch nicht einmal 10% der westlichen Bevölkerung vital und gesund 80 Jahre alt werden. Oder wollen wir etwa kaum lebensfähige parahumane Frankenstein-Monster mit Implantaten, Transplantaten, Hörgeräten, Treppenlift, Immunsuppressiva, gnadenlose Vergiftung durch mehrere chem. Medikamente als gesund bezeichnen?

Wäre es da nicht eine viel ethischere Aufgabe diese 10% auf vitale und gesunde 80% der 80-Jährigen zu erhöhen. Das sehe ich als Ziel meiner inzwischen fast 30-jährigen Tätigkeit als Heilpraktiker.

Um unsere Faulheit zu entschuldigen ziehen wir stattdessen oft alte Menschen als Beispiele heran, die ohne auf Ihr Gesundheit zu achten, dennoch recht gesund alt geworden sind (wie unser ewig rauchender Altbundeskanzler Schmidt). Dies sind aber vereinzelte Ausnahmen die nicht die Regel wiedergeben. Es soll ja auch möglich sein „russisches Roulett“ zu überleben, aber dennoch wird es wohl niemand zum Volkssport erklären wollen.

Denn die tödlichsten Krankheitsursachen des Menschen sind nicht etwa heimtückische

Viren und Bakterien, schlechtes Cholesterin, böse Krebszellen oder gar unfähige Gene der Eltern;

sondern vielmehr die eigene Genusssucht, Faulheit, Ignoranz und Dummheit.

Meine Erfahrung der letzten 20 Jahre bestätigt die Wichtigkeit der Eigenverantwortung und Intuition des Menschen für seine Gesundheit. Menschen, die sich mit gesundem Realismus, passabler Selbsteinschätzung und Eigeninitiative um ihre Gesundheit kümmern, bekommen weniger chronische Erkrankungen, sind von Erkrankungen schnell genesen und der Verlauf ist prognostisch günstiger. Menschen die überängstlich um ihre Gesundheit besorgt sind und ebenso die Überheblichen, die „nichts umhauen“ kann, haben in der Regel eine deutlich schlechtere Prognose. Wenn es nun unsere heilige Aufgabe wäre, im Regelfall mit zunehmendem Alter immer gesünder und zufriedener zu werden, scheint in unserer Gesellschaft wohl etwas komplett schief zu laufen.

Inzwischen ist es sogar statistisch erwiesen, dass die Errungenschaften der Medizin nicht dahinführen, dass wir länger leben, sondern viel mehr dahin langsamer zu sterben! Denn 90% der medizinischen Kosten verursacht der Mensch in seinen letzten 3 Lebensjahren und diese auf 5 Jahre zu verlängern bringt eine unglaubliche Rendite.

Und wenn es dann irgendwann einmal zu Ende gehen sollte, wünschen sich viele bei klarem Bewusstsein im Kreise der geliebten Familie oder wie die „Alten Indianer“ einsam, fastend, singend und meditierend auf dem nächsten Berg zu warten bis der „große Geist“ kommt. Leider kommt in unserer westlichen Welt statt dem großen Geist wohl eher der Rettungsdienst, wir werden reanimiert, beatmet und künstlich ernährt um das Leiden solange wie möglich hinaus zu zögern. Nur, auf dass die Manager von Pflege-, Klink- und Pharmakonzernen noch mehr Boni einstecken können und alles vom Allerheiligsten Ethikrat abgesichert. Statt von denen, die uns liebevoll unser gesamtes Leben begleitet haben, werden wir in unseren letzten Stunden, randvoll zugedröhnt und betäubt mit Schmerzmitteln, begleitet von einer Horde empathieloser blinkender und piepsender Apparate.